Hillary-Step-Fucker

So… da bin ich wieder zurück von meiner ersten Begegnung mit den Bergen auf so eine Art und Weise. Was soll ich sagen… Ich bin der Alpenkönig!
Bitte diesen Text aber auch bis zum Ende lesen:

Los ging es am Montag früh gen Ehrwald, um dort meine Karriere als Spitzenalpinist endlich anzukurbeln.
Das Gepack bestand aus wenigen persönlichen Dingen, vielmehr einer kleinen Ansammlung von Kletterbedarf für die Besteigung der Berge.

cof

Angekommen an der Seilbahn, welche wir nur von Außen betrachteten, da wir ja keine Lappen sein möchten und lieber liefen… ging es auch schon los zum Wasserfall und den Klettersteig. Am Seebener Klettersteig angekommen, durchzog mich das Gefühl, ein wenig schmunzeln zu müssen.
cofEin Klettersteig… Naja, es regnet eh… Da meine beiden Kontrahenten sehr gerne an meine bergsteigerischen Erfolgen anknüpfen wollten, gab ich ihnen die Chance, mit mir eine andere, zwar sehr, sehr gefährliche, aber für uns durchaus machbare Route entlang der bis dato nicht bezwungenen Gebirgssektion zu gehen. Wir verzichteten auf ein Basecamp und hatten die 3 Scherpas bereits nach wenigen Kilometern verloren. Da wir ohne Basecamp einiges an Zeit gut machten, erreichten wir relativ rasch den Einstieg zum „Hohen Gang“.


Gut, er ist schwarz Markiert – aber für die beiden anderen Lappen war das echt eine Herausforderung. Ab etwa der Hälfte (Coburger Bank) musste ich meine beiden Begleiter mit schroffem Ton zum weitersteigen „motivieren“, ehe sie aus Angst dort festgefroren wären. Da wir die Kletterausrüstung an zahlreichen EXTREMST schwer begehbaren Passagen nicht auspackten, sicherte ich allerdings die beiden Städter mit meinen Schnürsenkeln. Diese Methode habe ich als Survivaltrainer schon mehrmals erfolgreich am Mount Everest praktiziert.

Als wir dann einige Bergschrunde mittels Bohrhaken und Sprengrohre überwunden hatten, gelang uns der Ausstieg nach überraschend kurzer Zeit. Kurz vor dem Ende der Etappe lies ich die beiden Klatteranfänger passieren, um ihnen ein klein wenig Glücksgefühle mit auf dem Weg zu geben.

cof
Im Endspurt des „Hohen Gang´s“

Der Seebensee, die Coburger Hütte und das wohlverdiente Aufstiegsbier warteten bereits auf uns. Via Telefon bat ich die internationale Pressewelt, und, also mich und die beiden anderen Lappen, nicht auf der Hütte zu stören, da wir für den morgigen Tag etwas absolut Verrücktes und Gefährliches geplant hatten. Nach einigen Bieren und der Besprechung für den kommenden Tag ging der erste Abend auch schnell vorbei.

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Seebensee / Im Hintergrund die Zugspitze

Am nächsten Morgen standen wir um 8:30 in den Startlöchern. Den Tajaklettersteig konnten wir leider aufgrund von Regen nicht machen, da ich bedenken hatte, das die beiden Anderen damit nicht klar kommen würden. Somit entschloss ich mich, zusammen mit den Buben den „Hinteren Tajakopf“ zu besteigen. Ohne Scherpas zogen wir dann im fast dunklem Morgengrauen, welches sich bereits taghell in Licht gebadet hatte, in die Todeszone der Alpen hoch.

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Aufstieg zum Tajakopf

Schon der Anstig machten den Städtern zu schaffen – Schotter, Geröll, steile Wege – All das, was für mich quasi seit Geburt verfolgt. Ich lief hinter den Beiden, um ihnen einige Erinnerungen mit dem Foto zu machen. Über der Baumgrenze wurde es dann steinig. Ich merkte, wie die Jungs ins Schnaufen kamen und immer wieder fragten, ob ich hinterher komme – natürlich fragten sie das, um von ihren Problemen abzulenken.
Im letzten Teil, kurz vor dem Hillary Step des Tajakopfes ging meine Sauerstoffflasche aufgrund einer technischen Störung kaputt und ich gab den beiden anderen Lappen meine Ausrüstung und den Reservesauerstoff. Somit konnten sie die Tour zum Gipfel ohne mich machen.

Zwischenzeitlich kümmerte ich mich um meinen Fanshop, da ich viele, viele Anfragen von internationalem Puplikum bekam.

Ebenfalls wurden für meine überragenden Expeditionen in den Alpen in diesen 3 Tagen eine Statue in Ehrwald aufgestellt.

dav
Natürlich in Gold die Statue



Die eigentliche Geschichte:

Es waren 3 verdammt geile Tage…
Ich hab viel über Berge bzw das Bergwandern gelernt. Wandern zB in der Fränkischen ist definitiv nicht zu vergleichen mit Berge.
Der Hohe Gang lies mir hier uns da schon mal den „Mr. Crab“ am Berg machen.
Ich wurde aber sehr gut durch den Steig nach oben geführt. Alleine hätte ich diesen dann wohl doch nicht so machen wollen.
Somit war den Beiden auch klar, das ich wohl am Klettersteig vielleicht ein bisschen zu „trittunsicher“ wäre. Der Weg zum Tajakopf hat mir dann im letzten Anstieg auf den Gipfel den Rest gegeben. Ich wartete ein Stückchen unterhalb des Gipfels, während die Jungs den Weg (wohlgemerkt roter Wanderweg) hinaufkraxelten. Zwischenzeitlich klammerte ich mich mehr oder weniger an einen Stein und genoß die Aussicht.
Beim Abstieg leiteten die Beiden mich auch sehr gut an. In den Bergen ist Laufen nun mal nicht Laufen – da kann man hier und da mal schnell abrutschen, ausrutschen oder stolpern.

Es waren trotzdem 3 tolle Tage in den Bergen und es werden nicht unsere letzten 3 gewesen sein.

Ich Bedanke mich für die gute „Führung“ durch die Berge und genieße die Bilder am Handy… Was für eine Idylle….

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